Viele Jahre lang galt Strom aus Atomkraft als billige Energie. Diesen Irrtum müssen heutige Steuerzahler und künftige Generationen teuer bezahlen - weil sich in der Vergangenheit niemand darum geschert hat, was mit dem Müll passiert.

Ihn in Bergwerke zu kippen, geht nicht ohne weiteres. In Morsleben mussten die Salzstöcke stabilisiert werden, weil sie drohten, einzustürzen. Der Betrieb des Lagers hat mittlerweile mehr als eine Milliarde Euro verschlungen, mit weiteren Milliarden ist zu rechnen. Geradezu ein Fass ohne Boden stellt auch das Bergwerk in der Asse dar. Weil dort Wasser eindringt, soll der Müll geborgen werden - die saftige Rechnung darf auch hier der Steuerzahler begleichen.

So bitter das alles ist - rückgängig kann man es nicht machen. Bund und Länder müssen sich aber darum bemühen, die Kosten nicht noch weiter ausufern zu lassen. Im Fall von Morsleben hieße das, Sicherheitsbedenken schnell auszuräumen und die Stilllegung voranzutreiben.