Wenn´s am schönsten ist, soll man aufhören, sagt der Volksmund. So einfach hat es sich Fußball-Weltmeister Philipp Lahm sicher nicht gemacht, als er sich entschloss, seine Karrie-re in der Nationalmannschaft zu beenden. Das war reiflich überlegt, kein Schnellschuss.

Aber mit 30? Und mit einer Mannschaft, die allemal das Zeug hat, in zwei Jahren auch den EM-Titel zu holen? So ganz nachzuvollziehen ist dieser abrupte Abschied nicht. Aber er ist zu respektieren. Für einen Kapitän, der mit seiner eher leisen, aber doch prägnanten Art enorm viel geleistet hat - sowohl sportlich als auch menschlich.

Wer allerdings jetzt von einem unersetzbaren Verlust spricht, dem sei gesagt: Jeder ist zu ersetzen. Bei der hervorragenden Nachwuchsarbeit muss Fußball-Deutschland nicht bange sein.

Und ein Gutes hat der Rücktritt schließlich auch: Die leidige Diskussion, wo Lahm nun besser aufgehoben ist, als Verteidiger oder im Mittelfeld, hört endlich auf.