Dreißig Prozent Energieeinsparung in 15 Jahren ist ambitioniert. Und dort, wo das Verbot der Glühlampe ersonnen wurde, kann man jede Menge Phantasie und keinerlei Furcht vor staatlicher Regulierung voraussetzen. Der wattreduzierte Staubsauger oder die Kaffeemaschine mit Zeitschaltuhr sind schon im Gespräch. Sicher ist aber, dass der Verbraucher nicht sparen wird. E-Technik, die nach strengeren EU-Regeln weiterentwickelt werden muss und komplexer wird, kostet oft mehr als sie Energie spart. Es wäre aber ein Fehler, wieder einmal die EU für die Bevormundung ihrer Bürger und den Eingriff in die Marktwirtschaft verantwortlich zu machen. Die Regierungen sind Schuld.

Und die Bundesregierung wollte sogar noch ehrgeizigere Sparziele, als Günther Oettinger vorgeschlagen hat. Wer sich also künftig ärgert, dass er in Europa keinen billigen, stromfressenden, aber richtig kräftigen Werkstattsauger mehr kaufen kann, sollte sich an die Kanzlerin wenden und nicht über Europa schimpfen.