Schon seit Jahren versickern riesige Steuer-Summen in Regionalflughäfen, die Politiker irgendwo im Nirgendwo bauen ließen, um sich ein Denkmal zu setzen. Das muss endlich aufhören, das hat die EU richtig erkannt. Statt zu versuchen, das Subventionsverbot aus Brüssel wieder aufzuweichen, sollten sich die Länder und der Bund nun an einen Tisch setzen und darüber beraten, wie viele Airports Deutschland wirklich braucht.

Es gibt Experten, die davon ausgehen, dass die Bundesrepublik eigentlich nur vier große Drehkreuze bräuchte, die auch ausgebaut werden müssten. Sprich im Norden, Osten, Süden und Westen. Auch wenn es zwei Standorte mehr sein sollten - mehr als 30 Flughäfen sind jedenfalls reine Steuerverschwendung. Was mit den staatlichen Pleite-Projekten geschehen könnte, zeigt Cochstedt: Private Investoren könnten die Airports aufmöbeln und auf Nischen-Geschäfte spezialisieren - oder sie in Gewerbegebiete umwandeln.