Man stelle sich vor, Deutschland könnte sich nicht einmal mehr an Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen beteiligen. Die vereinigte Linke, die Grünen und ihre Verbandssatelliten haben in den vergangenen Monaten eine geradezu hysterische Kampagne gegen das Zusammenwachsen von US- und EU-Markt losgetreten. Getragen ist sie von latenter US-Feindlichkeit und der provinziellen Auffassung, dass nur die eigenen Regeln - und möglichst viele davon - gut sind. Und sei es bei der Haltbarmachung von Hähnchen.

Dass viele Deutsche ungeschützt von deutschen Verbänden oft langjährige US-Aufenthalte überlebt haben, ist kein Argument. Dass der Freihandel immer auch die Chance auf mehr Wohlstand und Qualitätsverbesserung von Waren bietet, ist für die Nischen-Denker eine zu weit gefasste Perspektive. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel konnte noch einmal die Vernunft seiner Partei aktivieren. Die SPD als Gegner solcher Verhandlungen wäre nicht regierungsfähig.