Ohne eine globale Anti-Terror-Strategie werden IS, Al-Qaida, Abu Sayyaf, Chorasan, aber auch marodierende Räuberbanden in Afrika, Piraten an der ostafrikanischen Küste die rechtsfreien Räume in der ganzen Welt zu Basislagern machen, von denen regionales Elend und weltweiter Terror ausgeht. Mehr als der Klimawandel müsste der Kampf gegen den Terror eine UN-Angelegenheit werden. Es ist ein gewaltiger Kraftakt nötig, um weltweit aus staatenlosen Räumen Sicherheitszonen zu machen. Der gesamte Sicherheitsrat müsste dahinter stehen. Deshalb könnte es auch nur um die Etablierung von Rechtssicherheit nach Mindeststandards gehen. Die demokratische Legitimierung eines Gewaltmonopols müsste zum Beispiel zweitrangig bleiben. Eine vereinte Weltpolizei müsste jede Mission aufgeben, die über den Kampf gegen Gewalt hinausgeht. Solange Barack Obama aber bestimmen will, wer "auf der richtigen Seite der Geschichte steht", bleibt sie eine Utopie.