Der Steuerzahlerbund legt Jahr für Jahr eine Liste vor, die Steuergeld-Verprasser in deutschen Amtsstuben zu Recht an den Pranger stellt. Und - leider - entdecken die Ausgabenwächter immer wieder neue Fälle, die einen schier fassungslos machen. Wie die kommunale Meeresfischzucht im saarländischen Völklingen. Dort wird - 600 Kilometer von der Küste entfernt - versucht, Doraden aufzuziehen. Nach Investitionen von bis zu 20 Millionen Euro können nun die ersten Fische gekauft werden. Dumm nur: Keiner will sie haben.

Nun wäre es falsch, alle Bediensteten in den Ländern und Kommunen über einen Kamm zu scheren. Der Großteil erledigt seine Aufgaben gewissenhaft. Doch es gibt nach wie vor spektakuläre Ausreißer, die eine unverantwortliche Ist-ja-nicht-mein-Geld-Mentalität offenbaren. Es ist richtig, dass der Steuerzahlerbund dies öffentlich geißelt. Genauso wichtig ist, dass die schwarzen Schafe nicht ungeschoren davonkommen.