Geht es im Profi-Boxen eigentlich noch um Sport? Um Titel und Ruhm? Nein. Es geht nur noch um "Kohle". Sehr viel Kohle. Und beim Geld-Scheffeln zeigen sich Kämpfer, Promoter wie der Magdeburger Ulf Steinforth, Verbände und TV-Sender als äußerst findig.

In der Leichtathletik, im Rudern oder Radsport gibt es jeweils einen Weltmeister pro Disziplin. Im Boxen nicht. Die Zahl der Weltverbände ist schon seit Jahren unüberschaubar. WBO, WBA, WBC und IBF gelten immerhin als halbwegs seriös.

Kommt man da nicht an die großen "Fleischtöpfe" her-an, hilft auch schon mal ein bedeutungloser Verband wie die NBA, um WM-Ehren zu erreichen. Weitere Blüten treibt das Boxgeschäft beim Kampf zwischen Felix Sturm und dem Magdeburger Robert Stieglitz. Beide Ex-Weltmeister, beide eigentlich in unterschiedlichen Gewichtsklassen zuhause. Also wird einfach mal eine neue Gewichtsklasse erfunden. Sportlicher wert: keiner. Aber der Rubel rollt.