Die Meinungen von Extremismus-Experten gehen bei der HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) auseinander. Die einen hoffen, dass es sich nur um ein Strohfeuer handelt. Hooligans seien politisch sowieso nicht steuerbar. Ihr Ziel ist eigentlich der Adrenalin-Kick. Das stimmt, wahr ist aber auch, dass schon früher "Gewalttäter Sport" einen Hang zur rechten Szene hatten. Andere wiederum gehen bei der Bewegung erst gar nicht von Hooligans als Hauptströmung aus. Sie wird eher als Sammelbecken für allerlei rechte Gewalttäter bezeichnet. Auch das mag richtig sein.

Schlimm ist vielmehr, dass niemand so recht weiß, was nun tatsächlich richtig ist. Erst jetzt bilden die Sicherheits-Behörden Bund-Länder-Arbeitsgruppen und untersuchen die Entwicklung genauer. Derweil versammeln sich nach dem Verabreden im Internet Tausende, ob als HoGeSa oder mit anderen Namen. Mal in Hannover, am Montag in Dresden und nun vielleicht auch in Sachsen-Anhalt. Diese Gefahr darf nicht weiter unterschätzt werden.