In Sachsen-Anhalts Schulkantinen speisen Kinder besonders günstig - das ist erst einmal eine gute Nachricht. Denn in einem wirtschaftlich eher schwachen Land müssen Familien oft genau überlegen, wie sie ihr Essens-Budget aufteilen. Auf den zweiten Blick hat der kleine Preis jedoch auch eine negative Seite. Denn für 2,14 Euro jeden Tag aufs Neue eine Mahlzeit zusammenzustellen, bei der Fisch und frisches Gemüse nicht zu kurz kommen, dürfte der besten Großküche nicht gelingen.

Um Gerichte anzubieten, die günstig und gesund zugleich sind, muss schon jemand etwas drauflegen. In den Stadtstaaten ist es Usus, dass sich die Schulträger mit einbringen. In Bremen schießen sie im Durchschnitt sogar 2,50 Euro pro Essen dazu. Sachsen-Anhalts Kommunen können sich so etwas nicht leisten. Will man den Schülern hierzulande bessere Qualität bieten, müsste schon das Land oder der Bund etwas zu jedem Gericht dazusteuern.