Bis Weihnachten sollten die Arbeiten im Stahlkasten der A-2-Brücke andauern. Der Reparaturtrupp hat es aber geschafft, dass das Nadelöhr nun doch schneller verschwindet als gedacht. Bei allem Respekt vor dieser Leistung - Grund zum Feiern gibt es einfach nicht.

Denn die größte Frage an dieser Baustelle bleibt weiter unbeantwortet: Warum treten 17 Jahre nach der Fertigstellung solche gefährlichen Risse an den Schweißnähten auf? Die Antwort darauf muss nun die dringlichste Baustelle des Verkehrsministers sein, auch wenn die Gewährleistungsfristen längst abgelaufen sein mögen. Es ist ein Hohn, dass Autobahnen einfach zerbröseln, nur weil falscher Kies verwendet wurde. Oder an der neuen Schleuse Wusterwitz sich an 1000 Stellen der Beton auflöst.

Das Schlimmste bei diesen Fällen ist nicht, dass solche Mängel überhaupt auftreten. Traurig ist vielmehr, dass offenbar bei all dem kein Verursacher gefunden und dadurch niemand zur Rechenschaft gezogen werden kann.