Keine Polizei der Welt kann Terroranschläge ausschließen. Kein Sicherheitsdienst sie voraussehen. Wo Anschläge verhindert wurden, war es eher Zufall. In Paris war die Redaktion von "Charlie Hebdo" speziell gesichert, die Opfer von Polizisten geschützt, die Täter bekannte Dschihadisten. Es hat nichts genützt. Die Mörder beim Boston-Marathon 2013 waren ebenfalls einschlägig bekannt. Die willkürlichen Opfer schutzlos. In Frankfurt ruft 2011 ein unauffälliger Ex-Gymnasiast "Allah ist groß" und exekutiert US-Soldaten. Nichts hätte das verhindern können.

Da sind zu viele Verwirrte, Waffen und Ziele, um vor Anschlägen sicher zu sein. Deshalb klingen die Einschätzungen der Geheimdienste auch nur scheinbar widersprüchlich. Der britische MI5 warnt vor Terroranschlägen mit einer großen Opferzahl in westlichen Ländern. Die Dienste in den USA und in Deutschland versichern dagegen, dass keine konkreten Hinweise auf geplante Anschläge vorliegen. Beides stimmt.