Was die deutsche Nationalmannschaft auf dem holprigen Weg zur Handball-WM nach Katar unbedingt gebraucht hat waren Siege. Und es ist das sprichwörtliche Glück der Tüchtigen, dass die Erfolge eingetreten sind. Die letzten beiden Testspiele hat die von Bundestrainer Dagur Sigurdsson völlig runderneuerte Mannschaft souverän gewonnen. Das hat den stark ramponierten Ruf des deutschen Handballs gerade noch rechtzeitig vor dem Turnier ein wenig aufpoliert. Aber noch viel wichtiger: Die gewonnenen Spiele haben den vielen heurigen Hasen, darunter auch der Magdeburger Matthias Musche, viel Selbstvertrauen und Motivation für die WM gegeben.

Überzeugende Siege sind es aber auch, die beim Turnier in der Wüste folgen müssen. Denn nur damit lässt sich der Beweis der Zugehörigkeit zu den Besten führen. Und erst dann wäre auch der fade Beigeschmack, nur durch die Hintertür zur WM gekommen zu sein, verschwunden.