Sachsen-Anhalts Linke hat schon jetzt den Wahlkampf-Modus eingeschaltet. Knapp 14 Monate vor der Landtagswahl wirft sich die Partei der SPD erneut an den Hals. Im September 2013 hatte die Linke den Sozialdemokraten sogar eine Koalition angeboten - und war abgeblitzt. Auch diesmal wird sich die SPD dem Liebeswerben entziehen. Zumindest vorerst.

Die Schmuse-Attacke zeigt wieder einmal, dass die Linke 2016 unbedingt an die Macht will. Der angestrebte Regierungswechsel wird bereits jetzt sorgfältig vorbereitet. Zur Strategie gehört, ein rot-rotes Wohlfühl-Klima zu schaffen. Zwischenmenschlich soll es stimmen, wenn über die künftige Koalition abgestimmt wird. Wie wird die CDU damit umgehen, dass ihr (Koalitions-)Partner offen angebaggert wird? Die Union sollte jedenfalls gewarnt sein. Zwar ist nicht zu erwarten, dass die schwarz-rote Ehe vor 2016 platzt. Doch nach der Landtagswahl kann aus einem rot-roten Flirt ganz schnell die Heirat werden.