Die islamkritische Pegida befindet sich nach dem Rückzug mehrerer Organisatoren in schweren Turbulenzen. Ist das der Anfang vom Ende? Das hängt davon ab, wie die Pegida mit der Krise umgeht. Um die chaotischen Zustände zu befrieden, muss zunächst personell Klarheit geschaffen werden. Es ist unerträglich, dass der zurückgetretene Gründer Bachmann hinter den Kulissen immer noch mitmischt. Ein Mann, der Asylbewerber als "Dreckspack" bezeichnet und sich im Hitler-Look fotografiert hatte. Wer weiter auf solche Leute baut, muss sich nicht wundern, in die rechtsextreme Ecke gedrängt zu werden.

Die Menschen, die aus diffusen Ängsten mitmarschieren und die nicht pauschal als Nazis diffamiert werden sollten, sollten jetzt genau überlegen, ob sie noch für eine in Richtungskämpfe verstrickte Pegida auf die Straße gehen. Politiker aller Parteien haben nun die große Chance, Pegida-Anhänger zurückzugewinnen. Auch, indem sie deren Sorgen und Nöte ernst nehmen.