Es muss ja nicht alles schlecht sein, was die Landesregierung macht. Denn die Zahlen zur Wirtschaftsförderung 2014 sprechen eine deutliche Sprache. Mit weniger Zuschüssen investierten Unternehmen in Sachsen-Anhalt mehr Geld in den Ausbau ihrer Standorte als noch 2013. Das ist erfreulich.

Doch diese positive Nachricht kann nur eine Etappe sein. Noch immer hängt Sachsen-Anhalt, was das Wirtschaftswachstum betrifft, hinter den anderen ostdeutschen Ländern hinterher. Bei Ausgaben für Forschung und Entwicklung liegt das Bundesland auf dem letzten Platz. Viele Mittelständler in Sachsen-Anhalt haben keine Kapazitäten für Innovationen. Fachkräfte, die an den Hochschulen studiert haben, suchen nach dem Abschluss das Weite. Das zu ändern, braucht einen langen Atem und eine Politik der kleinen Schritte. Die Zusammenarbeit zwischen Firmen und Universitäten zu fördern, muss da eigentlich selbstverständlich sein.