Was würde Arbeitsminister Norbert Bischoff (SPD) bloß tun, wenn es den Europäischen Sozialfonds ESF nicht geben würde? Viele Arbeitsmarktprojekte in Sachsen-Anhalt könnten dann wohl nur über Schulden oder gar nicht finanziert werden, denn auch der Bund hat nicht unendlich viel Geld. An der Stelle also ein großes Lob für die EU für ihr finanzielles Engagement.

Die Programme, die Bischoff nun anschiebt, sind auch sinnvoll. Das Land kann nicht auf leistungsschwache Jugendliche verzichten, es muss sie fördern. Denn wer einmal den Anschluss an den Arbeitsmarkt verliert, hat es äußerst schwer, je wieder in Beschäftigung zu kommen. Genauso dürfen ältere Langzeitarbeitslose nicht im Regen stehengelassen werden, es ist wichtig, dass Bischoff ihnen mit sozialer Beschäftigung eine Perspektive bietet.

Allerdings: Die Projekte sind oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es gibt weder genug Bürgerarbeitsplätze noch ausreichend assistierte Lehrstellen.