Der Energieversorger Eon taumelt durch die Energiewende. Nie zuvor hat der Düsseldorfer Konzern einen so hohen Verlust verbucht wie im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auch bei RWE und EnBW sieht die Lage nicht besser aus. Die Erlöse aus dem Geschäft mit dem Strom gehen seit Jahren zurück.

Viel zu spät haben die deutschen Energieversorger auf die sich verändernden Marktbedingungen reagiert. Viel zu lange wurde auf die Laufzeitverlängerung für Atommeiler gesetzt. Auch ohne die Katastrophe von Fukushima hätte die Branche erkennen müssen, dass sich die politischen Verhältnisse schlagartig verändern können. Das Management hatte die Augen vor der Energiewende verschlossen. Ein Radikalumbau, wie ihn Eon-Chef Johannes Teyssen jetzt vorhat, ist ein mutiger Schritt. Der Konzern wird in den nächsten Monaten auf sich selbst schauen müssen. Denn Fragen, wie das Unternehmen künftig mit Energie Geld verdienen will, werden durch die Spaltung nicht beantwortet.