Viel Gezänk um ein kleines Geschenk. Der Staat kassiert von einer Alleinerziehenden mit zwei Kindern und einem Einkommen unter der Armutsgrenze noch mindestens 14 Prozent ihres sauer verdienten Geldes. Jetzt muss sie ihm vielleicht acht Euro im Monat weniger von ihrem Geld abgeben.

Diese geringe Entlastung war nach der Erhöhung des Kinderfreibetrages, von der überdurchschnittlich die gut und doppelt verdienenden profitieren, überfällig. Es ist völlig unverständlich, dass der Steuerausfall von rund 80 Millionen Euro aus dem Etat des Familienministeriums kompensiert werden soll. Sie werden gezielt der Familienförderung entzogen.

Man vergleiche: Mehr als eine Milliarde Euro kostet die völlig sinnlose steuerliche Entlastung von Hoteliers dem Staat. Und die mussten nicht vom Wirtschaftministerium gegenfinanziert werden. Das musste keine einzige Subvention streichen, um die Hotels zu subventionieren.