Tränen, versteinerte Blicke, tiefes Erschrecken vor der Machtlosigkeit dem Tod gegenüber. Das war der Halberstädter Dom am vergangenen Sonnabend. Doch da war auch der Händedruck, die Umarmung, das Wissen darum, nicht alleine zu sein.

Das, was landläufig als kalte Ellenbogengesellschaft bezeichnet wird, wich an diesem Trauertag zwei Worten: Wir, gemeinsam!

Diese beiden Worte, die bereits unmittelbar nach dem schrecklichen Zugunglück in Hordorf über den Wrackteilen, über den Toten und Verletzen, über den vielen amtlichen und ehrenamtlichen Helfern geschrieben standen, machen Mut. Helfen wir alle gemeinsam mit, dass uns "Wir, gemeinsam!" nicht nur nach tragischen Ereignissen auszeichnet.