Der Landesfeuerwehrverband - mit rund 60000 Mitgliedern einer der größten Vereine Sachsen-Anhalts - versucht, sich nach jahrelangen Querelen neu zu formieren. Gestern Abend stand nach knapp einem Jahr Amtszeit zumindest die Stelle des geschäftsführenden Vorsitzenden zur Disposition. Doch ganz egal wie diese Personalentscheidung (nach Redaktionsschluss) ausfiel, ob von nun an Herr Feuer oder Frau Wehr die Geschicke des eingetragenen Vereins lenken wird, mit neuen Köpfen allein ist nichts gewonnen.

Grundproblem dürfte die Führung des Vereins als Ganzes sein. Ein solch großes Gebilde mit beträchtlichem Beitragsaufkommen, mit Fördermittelzuweisungen nur ehrenamtlich an der Spitze zu leiten, die Kasse nebenbei zu machen, führt zwangsläufig in eine Schieflage. Da gilt es anzusetzen, wenn der Verband wieder das werden will, was er eigentlich sein soll: die Interessenvertretung der Feuerwehrkameraden.(Die Seite Drei)