Wenn Eishockey-Bundestrainer Krupp von seinen Spielern spricht, nennt er sie gern "meine Krieger". Das ist weniger martialisch gemeint, mehr im Sinne von tapfer, aufopferungsvoll, leidenschaftlich. Genau so haben sie bei der WM auf dem Eis auch agiert – selbst wenn es letztlich fürs Halbfinale nicht gereicht hat. Und man das Gefühl nicht loswurde: Da war eigentlich mehr drin.

Doch gemach. Eine der ganz nüchternen Lehren von Bratislava lautet: Die Deutschen sind eben noch nicht Weltklasse, selbst wenn es 2010 bei der Heim-WM zum Halbfinale gereicht hat und diesmal der Sprung unter die Top Acht gelang.

Genauso unübersehbar ist jedoch auch, dass die letzten zwei Jahre außergewöhnlich gut für das hiesige Hockey verlaufen sind, die Nationalmannschaft wieder das mit Abstand wichtigste Team im Lande ist – und das Gespenst der B-Gruppe in weiter Ferne liegt.(Sport)