Die Fußball-Bundesliga spielt in dieser Saison, wir wissen es seit geraumer Zeit, verrückt. Was sich allein bei den Trainerwechseln getan hat (und weiter tut), geht auf keine Kuhhaut mehr. Das schadet letztlich dem seriösen Ruf der Eliteklasse.

Aber Chaos bringt zuweilen eben auch positive Dinge hervor. Wer noch vor Wochen behauptet hätte, dass sich der Tabellenneunte der Liga bis ins Halbfinale der Champions League durchschlägt, dessen Sachverstand wäre zumindest angezweifelt worden. Doch jetzt steht Schalke, ausgerechnet das etwas schräge Schalke, neben Fußball-Großmächten wie Barcelona, Real und Manchester.

Egal, ob die Königsblauen es ins Finale schaffen oder nicht, sie haben mehr erreicht als je gehofft. Man nimmt sie, befreit vom eisernen Griff eines Magath, plötzlich wieder ernst. Und Deutschlands zweitgrößter Klub tut gut daran, sich auch künftig darauf zu besinnen, wo seine Wurzeln als Traditionsverein liegen. (Sport)