Heiner Brand geht. Eine Überraschung? Eine Katastrophe? Nichts dergleichen. Vielmehr ein Schritt im Selbstverständnis. Brand selbst wird ihn am besten verstehen. Heute ist er 58 Jahre alt und damit weise genug, um den richtigen Zeitpunkt seines Abgangs festzulegen.

Als Handball-Bundestrainer hat er ein Team über Jahre geformt und dann zum WM-Titel 2007 geführt. 14 Jahre lang hat er nicht nur irgendeine Position besetzt, sondern sie zu einer der populärsten Rollen in der gesamten Sportwelt entwickelt. Der Handball erhielt unter Brand einen großartigen Stellenwert in der öffentlichen Wahrnehmung.

Solch eine Ära hinterlässt Fußstapfen, die, egal wer in sie tritt, niemand ausfüllen kann – niemand. Dem Nachfolger kann man deshalb nur wünschen, dass er seine eigene Ära gestalten kann. Erfolg ist letztlich nie vom Namen des Trainers, sondern von seiner Arbeit abhängig. Das war bei Brand nicht anders.(Sport)