Junge Arbeitnehmer leiden immer öfter unter psychischen Erkrankungen. Depression und Co. ereilen bereits die Schar arbeitswilliger Berufseinsteiger. Ausgelöst durch Zukunftsängste, ständigen Erfolgsdruck und untereinander geführte Konkurrenzkämpfe um die ebenso heiß begehrten wie rar gesäten unbefristeten Stellen.

Dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind, galt auch schon im vorigen Jahrtausend. Doch in der Ära von Zeit- und Leiharbeit, unbezahlten Vollzeit-Praktika und immer wieder neu befristeten Verträgen wird der Nachwuchs regelrecht verheizt. Die Chefetagen sind jetzt in der Pflicht, den Schalter umzulegen und zu erkennen, dass im aktuellen Klima das zarte Pflänzchen Fachkräftenachwuchs schon vor der Blüte jämmerlich eingeht.

Fakt ist: Zukunftsorientiert wirtschaftet nur, wer auch bereit ist, in sein größtes Kapital zu investieren – in zufriedene, leistungsbereite Mitarbeiter.