Finanzminister Bullerjahn hat einen schärferen Sparkurs in Sachsen-Anhalt angekündigt. Im Spätsommer, also etwa ein halbes Jahr vor der Landtagswahl, will er erste Sparvorschläge präsentieren. Der oberste Kassenwart will den Wählern offenbar reinen Wein einschenken.

Das ist ein ehrlicher, ein geradliniger, ein mutiger Weg. Zumal ein solches Vorgehen für Bullerjahn mit einem hohen persönlichen Risiko verbunden ist. Schließlich will er Mitte Juni zum SPD-Spitzenkandidaten gewählt werden. Und in der eigenen Partei gibt es durchaus Vorbehalte, ob ein harter Sanierer im Wahlkampf überhaupt punkten kann. Kann also Bullerjahn die eigene Partei auf einen Wahlkampf-Kurs einschwören, in dem auch bittere Wahrheiten verkündet werden? Und, für die SPD ganz wichtig: Wird der Wähler diese Ehrlichkeit honorieren? Die Antwort auf diese Frage wird Bullerjahn erst am Wahlabend bekommen. (Seite 1)