Magdeburg. Sachsen-Anhalt lässt sich seine Präsenz auf der Grünen Woche in Berlin auch in diesem Jahr einiges kosten. 500000 Euro werden für die Miete der Messehalle 23 b fällig, die auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern komplett von Ausstellern aus Sachsen-Anhalt belegt wird. 350000 Euro steuert das Land bei, 150000 Euro kommen von den Unternehmen.

Das Geld ist gut angelegt, meint Landesagrarminister Hermann Onko Aeikens (CDU). "Es gibt keine bessere Imageveranstaltung als die Grüne Woche", sagte er am Mittwoch in Magdeburg anlässlich der am 17. Januar beginnenden größten Agrarschau der Welt. Diese sei ein "einzigartiger Test- und Absatzmarkt für Produkte aus Sachsen-Anhalt", attestierte der Chef der Landesagrarmarketinggesellschaft, Thomas Lange.

82 Aussteller, zwei mehr als im Vorjahr, werden sich auf dem Gelände unter dem Berliner Funkturm gut eine Woche lang mit ihren neuesten Kreationen für den Gaumen und touristischen Angeboten dem Urteil der voraussichtlich 400000 Messebesucher stellen. In der Sachsen-Anhalt-Halle wird man neben vielen alten Messehasen wie der Halloren-Schokoladenfabrik aus Halle, Börde-Käse aus Vahldorf, Keunecke-Feinkost aus Ballenstedt und der Halberstädter Würstchen- und Konservenfabrik auch neue Aussteller treffen. Darunter sind die Harzer Likörfabrik Rolle aus Gernrode, der Brockenbauer Thielecke aus Oberharz am Brocken mit Wurstspezialitäten oder der Altenweddinger Geflügelhof.

Gerade die landwirtschaftlichen Direktvermarkter und kleinen Produzenten würden für den neuen Trend der Regionalität stehen, sagte Aeikens. Mit im Gepäck haben sie unter anderem Wurst vom Harzer Roten Höhenvieh, Altmärker Hochzeitssuppe, Harzer Pottsuse, koscheren Wodka und Lutherbrot. Passend zur Fußballweltmeisterschaft bringen die Halberstädter Wurstspezialisten Grillwürste brasilianisch feurig scharf mit Jalapenos auf den Markt.

Zum Auftritt des Landes gehören auch Urlaubs- und Reisetipps, die an den sieben Ständen der Landkreise präsentiert werden. Dabei sind das Jerichower Land, der Bördekreis, Anhalt-Bitterfeld, der Harzkreis, der Saalekreis, der Altmarkkreis Salzwedel und der Landkreis Stendal. Die beiden altmärkischen Landkreise werden vom Tourismusverband Altmark repräsentiert.

Ernährungsbranche erhöht Umsatz

Wirtschaftlich steht die Ernährungsbranche in Sachsen-Anhalt sehr gut da, berichtete Aeikens. Deren Umsatz sei von Januar bis Ende Oktober 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 5,52 Milliarden Euro gestiegen. Besonders erfreulich sei die Exportentwicklung. Dessen Anteil liege nun bei 18 Prozent und nur noch gering unter dem Bundesdurchschnitt mit 20,7 Prozent.

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