Magdeburg l Aus Mangel an lohnenden Alternativen kehren Anleger im Norden Sachsen-Anhalts offenbar zaghaft an die Kapitalmärkte zurück. Wie aus den Geschäftszahlen der Deutschen Bank für das Marktgebiet Sachsen-Anhalt/Brandenburg-West hervorgeht, konnte das Geldhaus das Depotvolumen im Jahr 2013 um zwei Prozent auf 594 Millionen Euro steigern. In Magdeburg allein kletterte es von 129 auf 133 Millionen Euro.

"Für traditionelle Sparer war 2013 ein schwieriges Jahr, sie mussten nach Abzug von Inflation und Abgeltungssteuer einen realen Kapitalverlust hinnehmen", erläuterte Simone Wilhelm, Leiterin des Privatkundengeschäfts in Magdeburg. Für 2014 sei nicht zu erwarten, dass die historisch niedrigen Zinsen für sichere Anlagen wie Bundesanleihen steigen. "Um Vermögen abzusichern, bleiben Anlagen in Aktien und andere Kapitalmarktprodukte rentierlicher", so Wilhelm. Im Firmenkundenbereich will die Bank in diesem Jahr ihr Engagement verstärken. "Wir wollen kleinen und mittleren Unternehmen mehr Beratungsangebote für Auslandsgeschäfte bieten", kündigte Bereichsleiter Rayk Heidamke an. So stünden fortan Bankberater in 70 Ländern den Firmen zur Verfügung, wenn sie auf neuen Märkten Fuß fassen wollen.