Hamburg (sj) l Allein die fünf umsatzstärksten Internetfirmen, die auf dem deutschen Markt agieren, stammen allesamt aus den USA: Die Suchmaschine Google, die Internethandelsplattform für Musik und Video "iTunes", die Reiseportale "Expedia.de" und "Booking.com" sowie das soziale Netzwerk Facebook sind allesamt US-amerikanische Firmen, meldet das Hamburger Statistik-Portal Statista.

Die Hamburger haben die Umsätze der 1000 größten Anbieter von digitalem Service in der Bundesrepublik untersucht. Dazu gehören neben Reiseportalen auch Preisvergleichsseiten, Ticketverkaufsportale und Spiele-Seiten. Deren Umsätze belaufen sich für 2013 insgesamt auf 8,6 Milliarden Euro - das ist bereits ein Viertel der Umsätze, die in Deutschland mit dem Verkauf materieller Güter erzielt werden. Die Wachstumsraten sind enorm: Seit 2011 wird laut Statista ein Wachstum von rund zwölf Prozent pro Jahr im Handel mit digitalem Service erzielt.

Deutsches Reiseportal auf Platz sieben

Während amerikanische Unternehmen im Handel mit digitalen Gütern dominieren, schafft es nur ein deutsches Unternehmen unter die zehn umsatzstärksten Internetfirmen: Auf Platz 7 des Rankings liegt das Vergleichportal "check24.de". Das Unternehmen mit Stammsitz in München bietet vor allem Preisvergleiche für Versicherungen, Finanzen, Energie, Telekommunikation und Reisen an. Den größten Umsatz erwirtschaftet der Internetkonzern mit fast zwei Milliarden Euro allein in Deutschland. Zum Vergleich: Das soziale Netzwerk Facebook macht immerhin schon 228 Millionen Euro Umsatz mit dem privaten Geplauder seiner Mitglieder.

Deutschen Medienunternehmen ist es bisher nur eingeschränkt gelungen, ihre digitale Präsenz auszubauen. Erst auf Platz 20 ist mit dem Karrierenetzwerk Xing, einer Beteiligung von Hubert Burda Media, eine klassische Medien-firma vertreten.

Etwas abgeschlagen liegen die Nachrichtenportale "Bild.de" (46 Millionen Euro Umsatz) auf Position 33, Spiegel online (30 Millionen Euro Umsatz) auf Position 50 und Focus Online (14 Millionen Euro) auf Position 87.