Berlin (dpa) l Nach dem Fund zahlreicher Ordner mit Akten zum Bau des neuen Hauptstadtflughafens in unbewachten Containern erstattet der Betreiber Anzeige gegen Unbekannt. "Offensichtlich stammen die Akten aus einem Planungsbüro, das früher für die Flughafengesellschaft arbeitete", teilte ein Flughafensprecher am Dienstag mit.

Die Ordner waren am Montag auf einer Straße im Berliner Bezirk Lichtenberg entdeckt worden und wurden von der Polizei abgeholt. Der Fundort liegt in der Nähe des früheren Standorts der JSK Architekten. Das Büro hatte in der Planungsgemeinschaft PG BBI gemeinsam mit dem Hamburger Büro des Flughafen-Architekten Meinhard von Gerkan, GMP, auf der Baustelle gearbeitet. Nach der geplatzten Eröffnung wurde die PG BBI entlassen, JSK meldete im vergangenen Herbst Insolvenz an.

Laut "B.Z." enthielten die Unterlagen detaillierte Angaben etwa zu Fahrstühlen und Starkstromanlagen sowie Grundrisse des Fluggastterminals.

Indessen hat einer der Planer für die Brandschutzanlage des neuen Hauptstadtflughafens zugegeben, sich zeitweise als Ingenieur ausgegeben zu haben. Er sei eigentlich technischer Zeichner. Er arbeitete mehrere Jahre lang als freier Mitarbeiter eines Planungsunternehmens am Flughafen.