Magdeburg (ko). Zur Einlösung eines Versprechens hat Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) den MDF-Platten-Hersteller Va- rioboard in Magdeburg-Rothensee besucht. Das Unternehmen hatte sich Ende Oktober 2010 am Protesttag des Europäischen Holzwerkstoffverbandes beteiligt.

Dabei war Bullerjahn auf die Nöte des Holzverarbeiters aufmerksam geworden. "Hier geht es um ein ganz wichtiges Thema, nämlich um die Verfügbarkeit von Holz für die heimische Wirtschaft", so der Finanzminister. Es sei wenig sinnvoll, dass Holz aus den Wäldern Sachsen-Anhalts als Heizmaterial verfeuert werde, während sich holzverarbeitende Betriebe wie Varioboard ihre Rohstoffe aus Frankreich oder Übersee kommen lassen müssten, sagte Bullerjahn. "Das ist für die betroffenen Unternehmen vor allem eine Kosten- und Standortfrage."

Geschäftsführer Wilhelm Taubert bekräftigte seine Forderung an die Politik: "Wir brauchen ein größeres Holz- volumen aus dem Landesforst, nur so können wir unsere Produktion dauerhaft aufrechterhalten". Alles andere, so Taubert, mache die Arbeit des Unternehmens unkalkulierbar und könne es ganz schnell in die roten Zahlen katapultieren.

Der Geschäftsführer zeigte sich am Ende des Besuches zufrieden: "Ich glaube, wir und unsere Sorgen sind vom Minister nicht nur gehört, sondern auch sehr gut verstanden worden."