Im September 2012 kündigte die Europäische Zentralbank (EZB) an, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von Euro-Krisenländern zu kaufen. Für das Programm "Outright Monetary Transactions" (OMT) gab es Bedingungen:

Die EZB wird nur tätig, wenn das betroffene Land unter einen Euro-Rettungsschirm (EFSF/ESM) geschlüpft ist und folglich strenge Reformvorgaben erfüllen muss.

Der EZB-Rat kann die Geschäfte jederzeit einstellen, wenn die Ziele erreicht wurden oder die Länder ihre Reformen nicht wie vereinbart umsetzen. Anders als beim früheren Anleihenkaufprogramm SMP verzichtet die EZB auf eine vorrangige Gläubigerstellung. Das heißt: Ein Schuldenschnitt würde sie genauso treffen wie andere Gläubiger.

Das Volumen des OMT ist unbegrenzt. Die EZB kann die Notenpresse anwerfen und Staatspapiere kaufen, bis die Zinsen an den Märkten wieder akzeptabel sind. (dpa)