Nürnberg (dpa). Eine gute Schul- und Berufsausbildung ist nach Einschätzung von Arbeitsmarktforschern weiterhin der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Denn gut ausgebildeten Fachkräften drohe weitaus seltener der Jobverlust als Männern und Frauen ohne einen Berufsabschluss. Von ihnen sei im Jahr 2009 jeder Fünfte arbeitslos gewesen, geht aus einer bislang unveröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Das IAB ist die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit.

Dagegen sind von den Bundesbürgern mit abgeschlossener Berufs oder Fachschulausbildung im Jahr 2009 nur 6,6 Prozent arbeitslos gewesen. Von den Hoch- und Fachhochschulabsolventen waren im selben Zeitraum sogar nur 2,5 Prozent ohne Stelle, teilte das IAB mit. Dabei spiele es keine Rolle, in welcher Region die Betroffenen lebten – "überall liegen die Arbeitslosenquoten der gering Qualifizierten deutlich über denen der beruflich Qualifizierten und erst recht über dem Niveau der Akademiker", heißt es in der Studie.

Nach Befürchtungen der Arbeitsmarktforscher wird in Zukunft der Anteil der Arbeitslosen unter gering Qualifizierten weiter zunehmen, auch wenn derzeit der Konjunkturaufschwung die Jobchancen von Schulabbrechern und Hilfsarbeitern leicht verbessere, betonte das IAB.