Iden. Die Hauswirtschafterin Lisa Gehauf aus Bad Bibra, die Tierwirte Elisa Steineck aus Mockrehna und Patrick Nadazy aus Oschersleben sowie die Landwirte Benjamin Ulrich aus Loburg, David Kuhrmann aus Annaburg und Arne Kutschbach aus Glinde vertreten Sachsen-Anhalt beim Bundesentscheid des Berufswettbewerbs der deutschen Landjugend vom 23. bis 27. Mai im baden-württembergischen Aulosen. Auch die Forstwirte Oliver Peter aus Steutz und Tim Rödel aus Oelsnitz sind dabei. Alle acht Auszubildenden qualifizierten sich am Mittwoch beim Landesentscheid in Iden.

An den Vorrunden, an den Berufsschulen in Merbitz, Salzwedel, Wittenberg und Haldensleben, nahmen insgesamt 290 sachsen-anhaltinische Auszubildende teil. Von ihnen qualifizierten sich die jeweils zwölf besten Teilnehmer der Sparten Haus-, Tier- und Landwirtschaft sowie die 16 Bestplatzierten der Forstwirtschaft für den Landesentscheid in Iden. Dort traten sie in den Bereichen Fachtheorie, Allgemeinwissen und Fachpraxis gegeneinander an.

Die Forstwirte zeigten das Wechseln einer Motorkettensäge und den Präzisionsschnitt an zwei liegenden Stämmen. Die Landwirte mussten unter anderem eine Pflanzenschutzspritze zum Einsatz vorbereiten und einen Anhänger mit Europaletten beladen. Diese Aufgabe war vor allem für Benjamin Ulrich sehr schwierig, denn das Beladen ist eine Teamaufgabe, die er allein meistern musste, da sein Teampartner wegen eines Arbeitsunfalls nicht antreten konnte. Obwohl der Loburger bei allen Team-Aufgaben benachteiligt war, konnte er sich für das Bundesfinale qualifizieren. Entsprechend gewürdigt wurde der 22-Jährige bei der Ehrung der Bestplatzierten von Landwirtschafts- und Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU): "Es ist großartig, dass er auch ohne seinen Partner antrat. Vor dieser Leistung habe ich Hochachtung."

Der Landjugendverband Sachsen-Anhalt veranstaltet den Berufswettbewerb auf Landesebene alle zwei Jahre. "Die Auszubildenden sollen ihre Leistungen mit anderen vergleichen können und so ihren Horizont erweitern", sagte ´Geschäftsführer Jan Mehlfeldt. "Außerdem wollen wir mit dem Wettbewerb die Öffentlichkeit auf die grünen Berufe aufmerksam machen."

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