Magdeburg. Die größte Industriemesse der Welt wirft ihre Schatten voraus. Am Montag beginnt in der niedersächsischen Landeshauptstadt die Hannover Messe. Sachsen-Anhalt wird sich eine Woche lang mit mehr als 50 Unternehmen sowie Forschungs- und Hochschuleinrichtungen (Vorjahr: 50) dem Urteil des internationalen Fachpublikums stellen.

Die Hannover Messe gilt als wichtiges Stimmungsbarometer und Impulsgeber für die Konjunktur im Maschinen- und Anlagenbau. Mehr als 6500 Unternehmen und Verbände aus 65 Ländern stellen in diesem Jahr ihre Produkte und Dienstleistungen vor. Partnerland ist Frankreich.

Neben einheimischen Ausstellern, die wie die Brennstoffzellenspezialisten der FuelCon AG aus Barleben einen eigenen Messestand haben, sind viele Unternehmen auf dem gemeinsam von der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau und der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt (IMG) organisierten Gemeinschaftsstand zu finden. Dieser zeigt sich in diesem Jahr in neuem und größerem Gewand. Insgesamt 27 Aussteller (2010: 22) haben auf der erstmals von allen Seiten zugänglichen, auf 234 Quadratmeter angewachsenen "Insel" Flächen gebucht, sagte gestern IMG-Geschäftsführer Carlhans Uhle in Magdeburg.

Wirtschaftsstaatssekretär Detlef Schubert (CDU) wertete die gestiegene Zahl sachsen-anhaltischer Aussteller als Beleg für eine hierzulande "gut aufgestellte Wirtschaft" und eine erkennbar "zunehmende Investitionstätigkeit". Auch deshalb werde sich an der diesen Weg begleitenden Messeförderung "nichts ändern", sagte Schubert. Das Land bleibe unter anderem in Hannover so lange vertreten, "so lange unsere Unternehmen dort erfolgreich sind", versicherte er mit Blick auf Firmen wie die ERO Edelstahl-Rohrtechnik (Salzwedel) oder WIKO Elektronische Bauelemente (Klötze), die mit ihrer nunmehr zehnten Messeteilnahme als Beispiel für eine erfolgreiche Entwicklung stünden.

Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes sind traditionell auf dem Wissenschaftsstand "Forschung für die Zukunft" in Hannover vertreten. Die Otto-von-Guericke-Universität beispielsweise präsentiert sechs Forschungsprojekte, unter anderem eine Technologieplattform zur Herstellung miniaturisierter Sensoren.