Magdeburg (ts). Als "Schritte in die richtige Richtung" hat der Landesverband Erneuerbare Energie Sachsen-Anhalt das von CDU und SPD vereinbarte Eintreten gegen die AKW-Laufzeitverlängerung und aktuelle Forderungen nach einem schnelleren Atomausstieg sowie einem neuen Energiekonzept auf Bundesebene bezeichnet.

Diekonsequente Energiewende in Sachsen-Anhalt erfordere jedoch deutlich mehr, erklärte Vizechefin Ruth Brand-Schock in Magdeburg. Von entscheidender Bedeutung für eine strategische Weichenstellung seien konkrete Beschlüsse zur Schaffung einer handlungsfähigen Landesenergieagentur zur Auflegung eines Fördergesetzes für regenerativ erzeugte Wärme nach dem Vorbild Baden-Württembergs sowie zum Abbau von Beschränkungen für Neubau und Ersatz von Windkraftanlagen.

Fernersollte die Landesförderung für innovative Technologien zur Energieerzeugung und -speicherung stärker auf die für Sachsen-Anhalt typischen kleinen und mittleren Unternehmen ausgerichtet werden. Um die im Land erarbeiteten Forschungsergebnisse zeitnah in der Praxis umzusetzen, sei ein engerer Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft notwendig. Die Branchenvertreter fordern außerdem, in die politische Meinungsbildung zur bevorstehenden Novellierung des Bundesgesetzes zu den erneuerbaren Energien auf Landesebene einbezogen zu werden.

Der Landesverband repräsentiert Unternehmen mit rund 20000 Arbeitsplätzen.