Berlin (dpa). Die Zeit- oder Leiharbeit ist mit knapp 900000 Beschäftigten eine wichtige Stütze des Aufschwungs. Entgegen der Darstellung der Gewerkschaften geht sie einer Studie zufolge nicht zulasten der Stammbelegschaften. Dies sind Ergebnisse einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP).

Demnach entfallen 15 Prozent des deutschen Wirtschaftswachstums von 2010 rein rechnerisch auf Zeit- und Leiharbeitnehmer. Damit haben sie etwa jeden siebten Euro des Aufschwungs erwirtschaftet. Im November 2009 erreichte die Zahl der Zeitarbeiter mit 900000 ihren Höchststand. Zwischen 1991 und 2010 hatte sich ihre Zahl verfünffacht. Zugleich habe sich die Erwerbstätigenzahl um 4,8 Prozent erhöht.

Rund 14 Prozent der Zeitarbeiter wurden der Untersuchung zufolge vom ausleihenden Unternehmen übernommen: "Es gibt also einen eindeutigen positiven Klebeeffekt." Zudem gebe es "deutlich mehr Unternehmen, bei denen der Einsatz von Zeitarbeit gleichzeitig mit dem Zuwachs der Stammbelegschaft einhergeht". Die Verdrängung von Stammbeschäftigten sei lediglich "ein Randphänomen".