Leipzig (dpa). Das Auftragspolster im ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau wird langsam dicker. Trotz positiver Trends sei die Krise aber noch nicht überwunden, teilte der Branchenverband VDMA gestern in Leipzig mit. Laut aktueller Konjunkturumfrage haben gut 70 Prozent der befragten Betriebe zu Jahresbeginn eine bessere oder immerhin konstante Auftragslage verbucht. Nur noch 29 Prozent zogen weniger Aufträge an Land als im vorherigen Quartal. Der Saldo kletterte damit erstmals seit Herbst 2008 wieder in den positiven Bereich, das heißt, es gab mehr Unternehmen mit Auftragsplus als solche mit einem Minus.

Die Aufträge reichten den Unternehmen im Durchschnitt für vier Monate. Die Auslastung wuchs von zuletzt 74 auf 77 Prozent, was jedoch mehr auf Kurzarbeit und Personalabbau als auf eine Belebung der Konjunktur zurückzuführen ist.

Knapp 35 Prozent der Firmen beurteilen ihre Geschäftsaussichten insgesamt wieder positiv, Ende 2009 waren es nur knapp 27 Prozent. Lediglich acht Prozent rechnen mit schlechteren Geschäften.