Schwanger - und jetzt? Tausend Fragen haben künftige Eltern. Die meisten beantworteten Mediziner der Burger Frauen- und Geburtsklinik um Chefarzt Dr. Christoph Beck. Er sagte bei einem Infoabend: "Der Kaiserschnitt ist ein Eingriff, vor dem wir nie den Respekt verlieren."

Burg l Mehr als 350 Babys sind dieses Jahr im Burger Krankenhaus zur Welt gekommen. Die Chancen stehen also blendend, dass die Mediziner der Geburtsklinik um Chefarzt Dr. Christoph Beck 2013 mehr als 400 kleine Erdenbürger "ins Leben schubsen" werden. Nach Jahren der Stagnation steigt die Quote im Burger Krankenhaus: "Darüber sind wir sehr glücklich", sagte Hebamme Anke Walter während eines Infoabends für künftige Eltern im Krankenhaus.

Auf die Geburtenstatistik 2013 wird Nancy Bethge keinen Einfluss haben: Sie wird im kommenden Jahr Mutter. Die Burgerin gehörte zu den knapp 50 Zuhörern in einem Saal des Krankenhauses: "Hier habe ich viele Fragen stellen können. Zudem ist es eine perfekte Möglichkeit, die Hebammen persönlich kennenzulernen."

Jetzt kennt sie etliche Mediziner der Frauen- und Geburtsklinik. Vorgestellt hat sie Hebamme Kathrin Radigk: "Wir sind hier ein Team aus 13 Mitarbeitern." Welche Rolle ein Gynäkologe im Kreißsaal spielt, erklärte Chefarzt Beck so: "Er hat die Aufgabe, sich vornehm zurückzuhalten." Beck steht an der Spitze von sechs Ärzten. Zu den Besuchern sagte er: "Sie können sich darauf verlassen, jederzeit von einem Facharzt behandelt zu werden." Rund um die Uhr sei mindestens einer im Hause: "Wir sind auf jede mögliche Notsituation vorbereitet. Da funktionieren entsprechende Mechanismen."

Bundesweit kommt jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt. Beck zufolge ist die Quote in Burg geringer. Warum? "Ein Kaiserschnitt ist immer mit Risiken verbunden. Bevor wir ihn anwenden, gibt es eine spezielle Beratung für die künftigen Mütter."

Vor der Geburt können die baldigen Eltern den Rat von Hebammen in Anspruch nehmen: "Geburtsvorbereitung ist eine Kassenleistung, die jeder kostenlos nutzen kann", sagte Hebamme Sylvia Ramme. Und: "Die Hebamme kommt bis zu acht Wochen nach der Geburt regelmäßig nach Hause, wenn die junge Mutti dies wünscht."

Doch zunächst muss das neue Leben das Licht der Welt erblicken. Dies passiert in der Regel im Kreißsaal, der Kathrin Radigk zufolge definitiv nicht rund ist. Hier gibt es außer dem normalen Bett auch einen Wannenraum mit Gebärstuhl: "Niemand muss sich vor der Geburt auf ein bestimmtes Verfahren festlegen. Wir sind da auch kurz vorher noch flexibel", sagte Chefarzt Beck, der zudem über das Thema Schmerzbekämpfung referierte.

Wenn das Baby da ist, kümmern sich Kinderärzte wie Claudia Stich um ihre Gesundheit: "Schon vier Stunden nach der Geburt gibt es die erste Untersuchung, U1 genannt, inklusive der ersten Blutentnahme, um versteckte Krankheiten ausschließen zu können." Ist alles gesund, bleiben die Mütter bei normaler Geburt in der Regel drei Tage in der Klinik, bei Kaiserschnitten fünf Tage. Claudia Stich: "Bei der Entlassung bekommen die Kinder mit der U2 bereits ihre zweite Untersuchung."

   

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