Im Einsatzbuch der Freiwilligen Feuerwehr Lostau stehen für das vergangene Jahr neun Einsätze, wurde auf der Jahreshauptversammlung resümiert. Doch entscheidender war der unermüdliche Einsatz der Kameraden während des Hochwassers.

Lostau l Das Jahr 2013 wird sich ebenso wie das Jahr 2002 unauslöschlich ins Gedächtnis der Lostauer Kameraden einprägen - es war erneut ein Jahr höchster Einsatzbereitschaft und kräftezehrender Anstrengungen im Kampf gegen das Elbhochwasser. Mehrere Tage waren die Kameraden rund um die Uhr im Einsatz.

Auf der Jahreshauptversammlung der Wehr und des Fördervereins sind die Leistungen erneut gewürdigt worden. Gemeindewehrleiter Dirk Jeitner sprach nicht von einem Einsatz, sondern von einer Viehcherei. Bürgermeister Bernd Köppen und der stellvertretende Ortsbürgermeister Günter Lauenroth dankten allen Kameraden, ihren Familien und den freiwilligen Helfern. Es sei ein gutes Gefühl zu wissen, so Günter Lauenroth, dass sich die Lostauer Bürger auf die Kameraden verlassen und ruhig schlafen können.

Bürgermeister Bernd Köppen freute sich, alle Kameraden gesund und guter Dinge wiederzusehen. Dank der aufopferungsvollen Arbeit an den Tagen der Flut habe es keine Personenschäden gegeben, wo hingegen die großen Sachschäden noch lange zu sehen sein werden.

Köppen sicherte den Kameraden die weitere moralische und auch finanzielle Unterstützung zu. Für die Lostauer Wehr seien im Vorjahr für rund 15 000 Euro Ausrüstungsgegegenstände angeschafft worden. Eingelöst wurde nun auch das Versprechen, einen neuen Mannschaftstransportwagen in Dienst zu stellen. Das moderne Fahrzeug hat fast 55 000 Euro gekostet. Derzeit werden auch neue Bekleidung und neue Stiefel angeschafft. Allein eine Hose und eine Jacke Einsatzschutzbekleidung kosten rund 1000 Euro.

Ausführlich ging der chronologische Jahresbericht von Olaf Meseberg auf die Aktivitäten der Feuerwehr ein. Erneut wurde deutlich, dass in diesem Jahr mit dem eher unterdurchschnittlichen Einsatzaufkommen die Einsätze zur Hilfeleistungen auf der Bundesautobahn 2 die eigentliche Brandbekämpfung zurück- drängen. Besonders dramatisch war dabei ein nächtlicher Einsatz auf der Elbbrücke, wo ein Sattelschlepper zwölf Meter in die Tiefe gestürzt war.

Die Jugendfeuerwehr, für die Stev Wunderling berichtete, veranstaltete mehrere Höhepunkte. In diesem Jahr wollen die jungen Leute mal wieder einen Herbstmarsch organisieren.

Erstmals in der jüngeren Geschichte der Wehr sind mit einem Schlag fünf neue Kamraden verpflichtet worden.

Der Förderverein, der im letzten Jahr sein zehnjähriges Bestehen feierte, zog ebenfalls eine erfolgreiche Jahresbilanz.

 

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