Der Neujahrsempfang der Ortschaft Reesen fand am Donnerstagabend erstmals in der rekonstruierten Pfarrscheune statt. Ortsbürgermeister Otto Voigt konnte dazu zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Kultur und örtlichen Vereinen begrüßen.

Reesen l "Diesen Neujahrsempfang möchten wir als Dankeschönveranstaltung für alle am Bau der Pfarrscheune beteiligten Bürger von Reesen und auch Firmen und Institutionen, die maßgeblichen Anteil am Gelingen der Arbeiten hatten, verstanden wissen", machte Ortsbürgermeister Otto Voigt deutlich. Unter den zahlreichen Gästen konnte er auch die Schirmherrin des Projektes, die Bundestagsabgeordnete Waltraud Wolff (SPD) sowie den Bundestagsabgeordneten Manfred Behrens (CDU) begrüßen.

"Es war schon beeindruckend, mit welchem Herzblut und Sachverstand hier gearbeitet wurde", so Otto Voigt. Nicht zuletzt hatten auch die Reesener Senioren einen großen Anteil daran, dass die Arbeiten termingerecht beendet werden konnten.

Das Dorf hat sich gut weiterentwickelt. Das zeige auch die Bevölkerungsentwicklung. Waren 2012 noch 525 Bürger in Reesen zuhause, so stieg die Zahl bis Ende 2013 auf 531 an. "In den Jahren von 2010 bis 2013 sind 21 Reesener Kinder geboren. Man kann das täglich an den zahlreichen Kinderwagen auf der Dorfstraße sehen. Es kommt schon manchmal sogar zum Stau", meinte der Ortsbürgermeister mit einem Schmunzeln.

Auch das private Baugeschehen könne sich sehen lassen. Zahlreiche junge Reesener haben in den zurückliegenden Jahren im Ort ein Eigenheim gebaut. So ist in der Dorfstraße beispielsweise eine weitere Bauruine verschwunden. Otto Voigt: "Es ist mittlerweile nicht mehr so einfach, einen Bauplatz in Reesen zu finden."

Fester Bestandteil des örtlichen Lebens ist mittlerweile die Patenkompanie, das 4./Logistikbatallion 171 der Clausewitz-Kaserne Burg. "Ihr seid in den letzten fünf Jahren schon zum normalen Bild bei Veranstaltungen in Reesen geworden. Wir können stolz darauf sein, eine aktive, gelebte Patenschaft aufgebaut zu haben", freute sich der Ortsbürgermeister.

Zur Dorfentwicklung tragen alle Reesener bei. Otto Voigt: "Andere Dörfer blicken mit etwas Neid auf uns. Aber den Neid haben wir uns selbst verdient."

Gleichzeitig mit dem Neujahrsempfang wurde auch die Pfarrscheune offiziell eingeweiht. "Wer hätte gedacht, dass wir diesen Neujahrsempfang schon in der Scheune feiern? Ich nicht", so Hildegard Uhden vom Heimatverein Reesen. Sie blickte in ihrer Rede noch einmal auf den Werdegang des ersten Bauabschnittes zurück. Der zweite Bauabschnitt umfasst nun die Umwidmung des angrenzenden Stallgebäudes in ein Dorfgemeinschaftshaus. Hildegard Uhden: "Wir sind voller Tatendrang."

Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte Antonia Fischer aus Burg am Klavier.