Burg l Mit 56 von 84 Stimmen haben die Mitglieder des CDU-Kreisverbandes Jerichower Land Lutz-Georg Berkling als Landratskandidaten gewählt. Der Jurist setzte sich im ersten Wahlgang gegen seine Konkurrenten Gerhard Ritz und Eva Wybrands durch. Berkling ist zurzeit Referatsleiter für Brand- und Katastrophenschutz im Innenministerium Sachsen-Anhalts. Bis 2011 war der 52-Jährige Vorstandsmitglied in der Kreisverwaltung des Jerichower Landes. Damit ist er der erste von den Parteien aufgestellte Kandidat für die Wahl am 25. Mai.

"Das Ansehen des Landkreises im Land sinkt immer weiter. Dem müssen wir entgegentreten. Die Menschen sind der negativen Schlagzeilen überdrüssig und brauchen wieder einen starken Landrat", sagte Berkling am Sonnabend in der Burger Stadthalle. Vor allem die Themen Bildung, Tourismus und das Ausnutzen der günstigen Infrastruktur des Landkreises hat er sich auf die Fahne geschrieben. "In den nächsten Jahren stehen wichtige Entscheidungen für den Landkreis an, da braucht es einen starken Mann an der Spitze", so Berkling. Es sei immer schwer, gegen einen Amtsinhaber anzutreten, aber die Chance für die CDU sei da, machte der Jurist deutlich. Auch Markus Kurze, stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender, gab sich kämpferisch. "Wir wollen mit dem starken Kandidaten den Posten des Landrates gewinnen. Ab heute schalten wir auf Wahlkampf um", sagte er am Sonnabend.

Die Vorstandswahl, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, brachte dagegen wenig Überraschendes. Als Vorsitzender wurde Gerd Mangelsdorf wieder gewählt. Seine beiden Stellvertreter bleiben Markus Kurze und Matthias Fickel. Neue Schatzmeisterin wurde die Kreisvorsitzende der Jungen Union, Julia Schulze-Scheffler. "Die Aufgabe mache ich natürlich weiter, weil sie mir einfach Spaß macht", sagte Mangelsdorf. Auch er sieht den gewählten Landrats-Kandidaten als Chance für die CDU. "Er ist ein kompetenter Mann, der bereits Erfahrung mitbringt, vor allem kennt er diese Verwaltung bereits", so Mangelsdorf. Für den Kreisverband stehen in Zukunft vor allem die Themen Wirtschaft, Schulen, Radwege und Demografie im Fokus. "Uns muss es gelingen, wieder die jungen Leute in die Partei zu holen. Ein Generationswechsel muss unbedingt stattfinden", sagte der 64-Jährige. In Genthin funktioniere das schon ganz gut, da viele junge Leute mit dabei sind, allerdings noch keine Parteimitglieder seien. "Von Politikverdrossenheit können wir nicht sprechen, das müssen wir jetzt ausnutzen."

Bilder