Nach der Fertigstellung des Solarparkes auf dem Gelände der Neuen Kaserne in Burg wurden neben Neuanpflanzungen auch neue tierische Lebensräume geschaffen. Der neue Grüngürtel am Stadtrand ist bereits sichtbar.

Burg l Uwe Lerch hat einen geprüften Blick, wenn es darum geht, ob die jungen Bäume und Sträucher so angepflanzt wurden, wie es die Planungen vorsehen und die Qualität stimmt. "Alles in Ordnung", lautet sein fachmännisches Urteil. Der Inhaber des Büros für praktischen Arten- und Biotopschutz Alauda hat die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen konzipiert, die mit dem Bau der Fotovoltaikanlage auf der 19 Hektar großen Fläche der Neuen Kaserne an der B 246a verbunden waren. Festgelegt ist in diesem Zusammenhang ein zehnjähriges Monitoringprogramm.

Die ehemalige militärische Liegenschaft wurde vollends umgekrempelt. Neben dem Abriss einer Lagerhalle mussten 1,7 Tonnen Kampfmittel, da-runter Minen, Haubitzen und Artilleriegeschosse, entsorgt und 6000 Quadratmeter Beton entsiegelt werden (Volksstimme berichtete). Erst dann wurde damit begonnen, die 94 350 Solarmodule zu installieren. Über 100 Mann haben den Solarpark auf 14,5 Hektar in kürzester Zeit errichtet. Über vier Hektar sind ausschließlich der Natur gewidmet. Hier haben diverse Tiere und Pflanzen ihren Raum.

Uwe Lerch zieht heute ein positives Resümee. 2990 Sträucher und 126 Bäume wurden angepflanzt, darunter beispielsweise Feldahorn, Hainbuche, Stileiche, Winterlinde oder aber Weißdorn, Brombeere oder Holunder. Sie alle werden nun den Solarpark ummanteln, zur Siedlung hin ist dieser Grüngürtel 38 Meter breit, was auch im städtischen Bauausschuss gefordert wurde. Mehr noch: "Aus den Vorgaben geht hervor, dass insgesamt 40 Ersatzhabitate für Eidechsen (Stein- und Totholzhaufen) zu errichten waren. Realisiert wurden sogar mehr, nämlich 45 Steinhaufen."

Hinzu kämen weitere zwölf Totholzhaufen als Unterschlupf und Sonnenplatz für Eidechsen sowie 2250 Quadratmeter Ersatzhabitate für Insekten wie Laufkäfer und Heuschrecken.

Dass auf dem Areal zahlreiche Eidechsen ihr Zuhause haben, wurde beispielsweise bereits im Oktober 2012 festgestellt. So stießen Fachleute auf 17 Zaun- und 26 Waldeidechsen.

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