Nach dem Beschluss des Stadtrates über einen Bebauungsplan für das Campingplatz-Gelände auf der Burger Seite des Niegripper Sees wollen die Eigentümer noch in diesem Jahr mit ihren umfangreichen Investitionen (Volksstimme berichtete) beginnen. Noch unklar ist hingegen, was aus den Plänen für Wochenendhäuser am See wird.

Burg l Bevor der Burger Stadtrat am Donnerstag den Bebauungsplan für das Campingplatz-Gelände bestätigte, hakte Stadtratsmitglied Peter Schwindack (SPD) noch einmal nach: "Inwieweit sind durch den Bebauungsplan Belange unserer Sportfischer betroffen?", wollte er von der Verwaltung wissen. Nicole Hildebrand, die als Mitarbeiterin des Fachbereiches Stadtplanung/Bau der Burger Stadtverwaltung mit dem Bebauungsplan befasst ist, antwortete knapp, dass die Belange der Angler nicht berührt seien.

Sind die Burger Sportfischer tatsächlich mit den geplanten Veränderungen im Bereich des Campingplatzes einverstanden? Die Volksstimme wollte es aus erster Hand wissen und traf sich am Niegripper See mit Bernd Wiedemann.

Der 65-jährige Burger angelt seit über 50 Jahren und ist fast jeden Tag am See. "Dass sich jetzt auf dem Gelände des Campingplatzes etwas tun kann, dagegen haben wir Angler doch nichts einzuwenden", erklärt Wiedemann, er sich wünscht, dass die Investoren mit ihrem neuen Konzept für den Campingplatz Erfolg haben. Wiedemann ist überzeugt, dass Angler, Camper und Badegäste auf der Burger Seite des Niegripper Sees gut miteinander auskommen, "so lange wir noch Plätze am See haben, von denen aus wir angeln können", so der Sportfischer. Wiedemann meint damit den so genannten Hundestrand, der sich an das Gelände von Campingplatz und städtischem Badestrand anschließt. "Diese Stellen sind gerade für unsere älteren Sportfreunde wichtig. Sie können ihren Pkw in der Nähe abstellen und dann ihrem Hobby nachgehen", so Wiedemann.

Darum spricht der Burger Angler wohl vielen seiner Sportskameraden aus dem Herzen, wenn er hofft, dass vorliegende Pläne, den "Hundestrand" mit 16 Wochenendhäusern zu bebauen und ihn damit größtenteils der Nutzung durch die Angler zu entziehen, nicht umgesetzt werden. "Dass Bäume und Schilf bleiben, das wäre doch auch im Sinne es Naturschutzes, dem auch wir Angler uns verpflichtet fühlen", unterstreicht der 65-Jährige.

Wiedemann blickt über das Wasser auf die Niegripper Seeseite. "Dort ist fast alles zugebaut, es gibt nur noch eine kleine Lücke, wo man bis ans Wasser kann. Dieses schlechte Beispiel sollte auf der Burger Seeseite keine Schule machen", findet der Angler.