Am Montag startet die Bundeswehr eine ihrer größten Übungen der vergangenen Jahre. Vom 12. bis 23. Mai wird die Übung "JAWTEX 2014" auch auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow Station machen.

Dörnitz/Altengrabow l "Der Schwerpunkt der Übung liegt in der Einbindung der Fähigkeiten von Luftstreitkräften in die Operationsführung von Land- und Seestreitkräften", erklärte Oberstabsfeldwebel Bernd Berns, Informationsfeldwebel Stab/FlaRakG 1 "S-H". Die Übungsbezeichnung "JAWTEX" steht dabei für "Joint Air Warfare Tactical Exercise".

Dabei unterstützen die Luftwaffenanteile mit fliegender und bodengebundener Luftverteidigung, präziser Luftnahunterstützung eigener Kräfte, taktischer Lufttransport und speziellen Evakuierungsverfahren.

"Fast 4200 Übungsteilnehmer, mehr als 800 davon stellen elf Partnernationen."

Oberstabsfeldwebel Bernd Berns: "Das ist eine Übung in einer Größenordnung, wie sie in Deutschland nur noch selten stattfindet. Fast 4200 Übungsteilnehmer, mehr als 800 davon werden durch elf Partnernationen gestellt." Neben Deutschland beteiligen sich die Niederlande, Italien, Frankreich, Finnland, Slowenien, Griechenland, Österreich, Schweiz, Türkei, Ungarn und die USA. Über 100 Flugzeuge vom Tanker über Kampfjets und Transportern bis hin zu Hubschraubern und Flugabwehrraketensystemen sind beteiligt.

"Die Planungen für die Übung "JAWTEX 2014" hatten bereits im Jahr 2012 begonnen. Federführend geplant wird die Übung durch das Zentrum Luftoperationen, welches im niederrheinischen Kalkar stationiert ist", erläutert der Informationsfeldwebel. Der Führungsgefechtsstand während der Übung befindet sich auf dem brandenburgischen Fliegerhorst Holzdorf.

"Scharf geschossen wird einzig und allein auf dem niedersächsischen Truppenübungsplatz Bergen-Munster."

Auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow konzentriert sich der Übungsflugbetrieb in der Woche auf die Zeiträume zwischen 9 und 12 Uhr sowie nachmittags zwischen 14 und 17 Uhr. Nachttiefflug wird es ebenso wenig geben wie Jetflüge am Wochenende. Oberstabsfeldwebel Bernd Berns: "Scharf geschossen wird einzig und allein auf dem niedersächsischen Truppenübungsplatz Bergen-Munster."

450 Soldaten der bodengebundenen Luftverteidigung üben mit den Systemen PATRIOT, dem französischen SAM P und dem CROTALE-System sowie dem SAMOC-Führungsgefechtsstand auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow. "Diese statischen Waffensysteme verbleiben auf dem Truppenübungsplatz, so dass es zu keiner größeren Lärmbelastung für die Region kommen wird", so Oberstabsfeldwebel Bernd Berns. Kurzfristig kann es, vor Übungsbeginn, zu erhöhtem Verkehrsaufkommen durch Bundeswehrfahrzeuge rund um den Truppenübungsplatz kommen.

"Tieffluganteile finden nur in sehr geringem Maße statt."

Tieffluganteile finden bei dieser Übung nur in sehr geringem Maße und dann auch nur auf dem Gelände der in die Übung integrierten Truppenübungsplätze statt, um etwaige Belastungen durch Fluglärm so gering wie möglich zu halten.

Keine computergestützte Simulation ersetze ein reales Training. Aus diesem Grunde ist JAWTEX für die Bundeswehr unverzichtbar, um realistische Szenarien, denen sich die Truppe bei aktuellen Einsätzen zu stellen hat, zu üben. Die betroffenen Landkreise wurden im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Gefechtsübungszentrum des Heeres über die Übung umfassend informiert.

Anwohner und Interessierte, die Fragen zum militärischen Flugbetrieb haben, können sich unter der Telefonnummer (0800/862 07 30) an das kostenfreie Bürgertelefon der Flugbetriebs- und Informationszentrale der Luftwaffe wenden. Weitergehende Informationen gibt es auch unter www.luftwaffe.de.