In Gommerns Altstadt werden demnächst die Ausgleichsbeiträge fällig. Anwohner, die frühzeitig zahlen, bekommen einen Nachlass von bis zu zehn Prozent.

Gommern l Rund zwei Jahrzehnte lang wurde die Altstadt in Gommern umfassend erneuert. Dafür wurden vor allem Fördersummen im Rahmen der städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen eingesetzt. Insgesamt seien 4,5 Millionen Euro investiert wurden.

Da dadurch die Werte der Grundstücke angehoben wurden, wird ein Ausgleichsbetrag von den Grundstückseigentümern fällig. Dieser liegt in Gommern zwischen drei und acht Euro je Quadratmeter, erläuterte Gommerns Bürgermeister Jens Hünerbein. Dieser wirbt gleichzeitig dafür, den Ausgleichsbeitrag schnell zu bezahlen, denn dann könnten die Beitragszahler bis zu 10 Prozent sparen, fügte er an. Beide Seiten - Stadt und Grundstückseigentümer - hätten einen Nutzen davon. "Während der Beitragszahler spart, kann die Stadt die Summe schnell für weitere Verbesserungen einsetzen."

Er sagte, dass der Ausgleichsbeitrag keine Kostenumlage sei. Die Betroffenen seien bereits schriftlich über die Fälligkeit aber auch die Möglichkeit der frühzeitigen Ablösungen informiert wurden, erzählte er weiter.

"Viele Grundstückseigentümer haben seit dem die Möglichkeit genutzt, sich zu informieren und sich mit der Stadt über die Erhebung des Ausgleichsbetrages abzustimmen. In vielen Fällen sind inzwischen vertragliche Vereinbarungen über die freiwillige Ablösung des Ausgleichsbetrages abgeschlossen worden", fügte er an. Der Ausgleichsbetrag sei der finanzielle Ausgleich der Bodenwerterhöhung, die ein Grundstück durch den Einsatz der öffentlichen Fördermittel erfahre. "Bodenwerterhöhungen ergeben sich dabei nicht nur durch die Verbesserungen, die unmittelbar vor der Tür des Grundstücks realisiert wurden", merkte er an. So könne sich beispielsweise die Umgestaltung einer Straße und einer damit einhergehenden geänderten Verkehrsführung auf das gesamte Sanierungsgebiet positiv auswirken und die allgemeine Lebensqualität verbessern, machte Hünerbein deutlich. Dies trage somit zur Steigerung des Grundstückswertes bei.

Die Bodenwertsteigerungen wurden in den einzelnen Bodenrichtwertzonen ermittelt und die herrschenden Anfangs- und Endwerte in einer Bodenrichtwertkarte dargestellt. Diese Bodenrichtwertkarte bildet die Grundlage für die Ermittlung der jeweiligen Bodenwertsteigerungen für die einzelnen Grundstücke im Sanierungsgebiet. Mit Beginn der vorbereitenden Untersuchungen und der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebiets sind für die zahlreichen und umfassenden Verbesserungen der Straßen, Wege, Plätzen, Straßenbeleuchtung keine Straßenausbaubeiträge mehr erhoben worden.

Jens Hünerbein lädt alle Betroffenen ein, sich mit der Stadtverwaltung in Verbindung zu setzen und Irritationen auszuräumen. "Es gibt auch die Möglichkeit der Ratenzahlung", sagte Jens Hünerbein.

@066n TwitterCo.: Ansprechpartner ist unter anderen Renate Reinicke unter 039200/77 89 24.