Hoher Besuch in der Gerwischer Feuerwehr. Gestern erörterten dort Innenminister Holger Stahlknecht und Landratskandidat Lutz-Georg Berkling Fragen des Katastrophenschutzes. Eingeladen hatte der Landtagsabgeordnete Markus Kurze.

Gerwisch l Ein deftiges Frühstück von Ortsbürgermeisterin Karla Michalski gemeinsam mit Feuerwehrkameraden aus Wehren verschiedener Ortschaften, mit Helfern des Roten Kreuzes, Experten des Technischen Hilfswerkes, von Wasserwehren und weiteren Hilfsverbänden bietet die beste Atmosphäre, am großen Tischoval schnell ins Gespräch zu kommen. Und Feuerwehrleute halten mit ihren Sorgen und mit ihren Bitten auch nicht hinter den Berg. Wolfgang Beckmann, der Gerwischer Wehrleiter, und sein Wehrkollege aus Möckern formulieren ihr Unverständnis über strukturelle Umgestaltungen unter anderem in Bezug auf den bewährten Umweltfeuerwehr in den Fachdienst ABC. Was gut und präzise lief, funktioniere nun nicht mehr so engagiert. Beckmann vermisst die kommuninaktive Hinwendung zu den Kameraden. Mit der Erläuterung bestimmter Veränderungen ließe sich Verständnis schaffen und Unmut vermeiden.

Lutz-Georg Berkling, Referatsleiters Brand- und Katastrophenschutz im Innenministerium, sagte zum Thema zentrale Beschaffung, dass Sachsen-Anhalt zwölf Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge (HLF) 20 ordern werde. Eines bekomme Schopsdorf.

Die derzeitige Art der Landesförderung für Ausrüstungsbeschaffung will Minister Stahlknecht nach 2016 auf den Prüfstand stellen. Bei den jetzt jährlich rund 2,5 Millionen Euro Fördermitteln für alle Wehren des Landes könne man immer nur wenige glücklich machen.

Lutz-Georg Berkling informiert darüber hinaus über die künftige Ausbildung von Notfallpersonal. Statt der Ausbildung von Rettungssanitätern soll es künftig eine dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter mit höherer, auch ärztlicher Kompetenz geben.

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