In Möckern ist am Sonnabend der dritte "Lindenpokal" über die Bühne gegangen. Die Freiwillige Feuerwehr Tryppehna lädt zu diesem sportlichen "Löschangriff Nass" stets befreundete Wehren aus mehreren Bundesländern ein.

Möckern/Tryppehna l Weil der Reitplatz von Möckern so ideale Voraussetzungen bietet, tragen die Tryppehnaer Feuerwehrleute ihren "Lindenpokal" gerne dort aus. Kurz vor Start sah es noch so aus, als ob stolze 28 Mannschaften an dem Wettstreit teilnehmen würden. Doch berufliche und andere Gründe sorgten dann dafür, dass doch noch zwölf Absagen bei den Veranstaltern eintrudelten. Auch der Vorjahressieger Garitz-Bornum war in diesem Jahr nicht mit von der Partie, hatte aber wenigstens dafür gesorgt, dass Tryppehnas neuer Wehrleiter David Friedrich den Wanderpokal am Sonnabend dennoch weiterreichen konnte.

Der Wanderpokal wurde in diesem Jahr an das Team aus Hemleben in Thüringen mit der besten Gesamtzeit vergeben. "Beide Läufe, egal ob TGL oder DIN werden addiert. Das Team mit der schnellsten Zeit gewinnt den Lindenpokal", hatte David Friedrich im Vorfeld erklärt.

Auswahl, ob mit DDR- Technik oder nach DIN

Beim Tryppehnaer "Lindenpokal" können die Mannschaften sich aussuchen, ob sie nach den Regeln - und mit der Technik - der DDR-Wettkämpfe (TGL) starten, oder mit moderner Tragkraftspritze im aktuell geltenden DIN-Modus antreten. Der diesjährige "Lindenpokal" war nämlich zugleich der vierte Wertungslauf im TGL-Cup, bei dem ausschließlich mit den alten Tragkraftspritzen TS 8/8 gestartet wird.

"Es geht hier zwar auch um Zeiten, aber eben auch um den Spaß", betont Gastgeberwehrleiter David Friedrich. Dass das gut ankommt, sieht man auch daran, dass hier Mannschaften aus der Einheitsgemeinde teilnehmen, die an den regulären Wettkämpfen auf Kreisebene nicht mit dabei sind.

Den Aspekt der Kameradschaft stellten auch der neu gewählte Ortsbürgermeister von Tryppehna, Detlef Flügge, sowie der Möckeraner Stadtwehrleiter Torsten Quandt in ihren Grußworten in den Mittelpunkt. David Friedrich bestätigt: "Hier haben sich Feuerwehren erstmals richtig kennengelernt und angefreundet, die sich zuvor in den Abschnitts- und Kreisausscheiden stets nur als Wettkampfgegner begegnet sind."

Das prima Klima zeigte sich auch noch nach dem Wettkampf, als die Mannschaften gemeinsam den Tag Revue passieren lassen. "Es war ein toller Wettkampf ohne irgendwelchen Ärger, sind die Gastgeber zufrieden. Für das leibliche Wohl hatte eine Gastronomin aus Tryppehna gesorgt.

Schon jetzt steht für die Gastgeber aus Tryppehna fest: Im kommenden Jahr soll es wieder einen Lindenpokal geben. Und für die meisten der Gastfeuerwehren ist ebenso schon jetzt klar: "Wir kommen gerne wieder nach Möckern zu den Tryppehnaern".

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