Möser l Lutz Baumgarten aus Schermen richtete in der Einwohnerfragestunde an Bürgermeister Bernd Köppen die Frage, wie er und die Gemeindeverwaltung um das geplatzte Projekt für die altersgerechten und barrierefreien Apartments in Möser gekämpft hätten.

Köppen sagte, dass er selbst von dem Projekt begeistert war und für Möser eine gute Chance gesehen hatte, dass hier altersgerechtes Wohnen etabliert werden würde. Doch der Investor habe sein Angebot zurück gezogen, weil es zu viele Widerstände gäbe. Köppen sagte, der Investor habe gemeint, wenn er hier nicht mit offenen Armen empfangen wird, dann würde er Abstand nehmen.

Schon in den vergangenen Jahren habe es zwischen ihm und vielen Investoren Gespräche über Projekte für betreutes Wohnen gegeben, sagte Köppen. Aber keines konnte umgesetzt werden. Dass das wichtig ist, stünde außer Frage. Deshalb werde er in seinen Bemühungen nicht nachlassen.

Der Gemeinderat hatte bereits einen Beschluss zur Änderung des Bebauungplanes im Bereich der Riebebergsbreite beschlossen, um die Errichtung des zunächst dreigeschossig geplanten Blocks zu ermöglichen. Nicht von der Hand zu weisen waren aber auch die Hinweise des Möseraner Ortschaftsrates und von Mitgliedern des Bauausschusses und des Gemeinderates. Größter Knackpunkt waren die kompakte Bauweise, die Dreigeschossigkeit und die fehlenden Parkmöglichen im Krokusweg von Möser.

Im beschlossenen Bebauungsplan ist die erlaubte Traufhöhe dann etwas reduziert worden und man legte dem Investor nahe, ein angrenzendes Grundstück mit zu erwerben, um auch Autostellflächen zu schaffen.

Diese Forderungen sind vor allem von den Anliegern des Krokusweges erhoben worden, die das Projekt aber nicht verhindern wollten, wie sie immer hervorgehoben hatten. Doch der große, kompakte Block würde nicht zu den kleinen Einfamilienhäusern passen.