Die Sanierung des Burger Storchenschornsteins hat begonnen. Er soll 2018 ein markanter Punkt auf dem Laga-Gelände am Weinberg sein.

Burg l Der Schornstein am Weinberg ist nicht nur der älteste, noch vorhandene Industrieschornstein der Kreisstadt, 1836 für eine längst untergegangene Maschinenfabrik errichtet, die eine der ersten Dampfmaschinen in der Stadt befeuerte. Seit Jahrzehnten ist der Schlot, der zwischenzeitlich auch einer Bäckerei als Schornstein diente, Brutplatz für Störche, die in 24 Metern Höhe ein Nest gebaut haben. Seit einigen Tagen läuft nun die Sanierung des Schornsteines, der 2018 ein markanter Punkt auf dem Laga-Gelände am Weinberg sein wird.

Natürlich wurde nach dem entsprechenden Stadtratsbeschluss im Sommer erst gewartet, bis die Störche ihre Reise in den Süden angetreten hatten, bevor die Mitarbeiter einer Firma aus Wolmirstedt loslegten. Die Kollegen kennen den Burger Weinberg bereits, denn sie waren es auch, die dort jüngst die Stadtmauer fachgerecht saniert hatten.

Erste Aktion der Baumaßnahme war es, das etwa 400 Kilogramm schwere Storchennest vom Schornsteinkopf abzunehmen und zwischenzulagern. Das wurde vom Storchenbeauftragten Peter Gottschalk überwacht. Denn das Nest, das einem großen Komposthaufen zum Verwechseln ähnlich sieht, soll nach der Sanierung wieder aufgesetzt werden. "Als Unterlage wird eine wagenradähnliche Konstruktion dienen, die auf den Schornstein aufgesetzt wird", erklärte Gottschalk der Volksstimme.

Bis es im kommenden Frühjahr soweit ist, muss aber erst der Schornsteinkopf, der, weil er instabil war, auf fünf Metern Länge abgetragen wurde, neu aufgemauert werden. Ansonsten stehen die Bauarbeiter vor der Aufgabe, schadhafte Stellen im Mauerwerk auszubessern, fehlende Steine zu erneuern, Risse zu verpressen. Das 160 000 Euro teure Sanierungsprojekt sieht weiterhin einen Blitzschutz vor. Auch soll ein Elektroanschluss geschaffen und eine Fläche am Fuße des Schornsteins gepflastert werden. "Die weitere Gestaltung des Umfeldes wird voraussichtlich 2015/2016 erfolgen", so Margit Dohm von der Burger Stadtverwaltung.